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Aachener Lösung optimiert schulische Medienkonzepte (Februar 2026)

  • Ein innovatives Frage-Antwort-Tool aus Aachen deckt Lücken in den schulischen Medienkonzepten auf und fördert den Dialog.
  • Erst das Konzept, dann die Ausstattung mit digitalen Medien.
  • Bündelung von Aufgaben: Der webbasierte Konzept-O-Mat verknüpft die pädagogischen Vorhaben sinnvoll mit der lernförderlichen Technik.  

Wie eine Schule digitale Medien einsetzen und Medienkompetenz vermitteln möchte, ist in ihrem Medienkonzept festgelegt. Alle Schulen sind heutzutage gefordert, ein solches Konzept zu erarbeiten, regelmäßig zu aktualisieren und dabei an die individuellen Herausforderungen vor Ort anzupassen. Doch die digitale Transformation beschleunigt auch pädagogische Prozesse enorm. Das stellt die schulische Entwicklungsarbeit vor große Herausforderungen. Ab sofort erhalten die Schulen Unterstützung aus dem Konzept-O-Mat, einer webbasierten Anwendung zur Fortschreibung schulischer Medienkonzepte. Das Frage-Antwort-Tool wurde vom Euregionalen Zentrum für digitale Bildung entwickelt.

„Um die Schulen entsprechend ihrer pädagogischen Vorhaben mit lernförderlicher Technik auszustatten, sind wir als Bildungsträger auf aktualisierte Medienkonzepte angewiesen“, sagt Markus Terodde, Dezernent für Bildung, Jugend und Strukturentwicklung der StädteRegion Aachen. Dass Schulen bei dieser großen Zukunftsaufgabe Hilfe benötigen, hat er dabei immer im Hinterkopf. Deshalb betreibt er seit langer Zeit gemeinsam mit Herrn Brötz, dem Beigeordneten für Bildung, Jugend und Kultur der Stadt Aachen, und dem Partner Ostbelgien das Euregionale Zentrum für digitale Bildung.

Ein digitales Frage-Antwort-Tool statt gedruckter Broschüre

Um die Bildungseinrichtungen beim Einsatz digitaler Medien zu unterstützen, gibt es zahlreiche Broschüren. Keine davon setzt jedoch bei dem aktuellen Ist-Stand der jeweiligen Schule an. Das ändert sich nun. In den letzten Monaten haben die kommunalen Bildungsreferentinnen gemeinsam mit dem Dezernenten für Bildung in der digitalen Welt der Bezirksregierung Köln an einem digitalen Tool zur Fortschreibung schulischer Medienkonzepte gearbeitet. Mithilfe einer gezielten Filterfunktion deckt diese Lösung Lücken im Konzept auf und bietet Hilfestellung bei deren Schließung. „Der Konzept-O-Mat gibt einen fundierten Einblick in die Entwicklungsarbeit einer Schule. Er lädt dabei das gesamte Kollegium und auch Außenstehende zum gemeinsamen Austausch ein“, so Ulrich Nachtkamp, Dezernent der Bezirksregierung Köln. Denn die Vermittlung von Medienkompetenz und der Einsatz von digitalen Medien zur individuellen Förderung und zum Abbau von Bildungsschranken ist mittlerweile eine sehr große Aufgabe, die nur im Zusammenspiel aller gelingen kann.

Sind begeistert vom neuen Konzept-O-Mat: (v. l.) Referentin für Medienpädagogik Anna Metzger, Fachbereichsleiter „Jugend und Schule“ der Stadt Aachen Tobias Grundmann, Beigeordneter für „Bildung, Jugend und Kultur“ der Stadt Aachen Heinrich Brötz, Dezernent für „Bildung, Jugend und Strukturentwicklung“ der StädteRegion Aachen Markus Terodde, Dezernent für „Bildung in der digitalen Welt“ der Bezirksregierung Köln Ulrich Nachtkamp, Schulamtsdirektorfür die StädteRegion Aachen Jörg Funk, Leiterin des Bildungsbüros der StädteRegion Aachen Nadejda Podeva und Leiterin des Euregionalen Zentrums für digitale Bildung Lara Langfort-Riepe. (© Heike Lachmann, Stadt Aachen)

Mit digitalen Medien den heutigen Herausforderungen kompetent begegnen

Der Konzept-O-Mat stellt auch verschiedene Vorlagen zur Bündelung von Vereinbarungen und Bedarfen zum Download bereit und verknüpft dabei alle Elemente eines schulischen Medienkonzepts sinnvoll miteinander. Dadurch wird den Schulen die Erfassung der komplexen Inhalte in vernetzter Form erleichtert und den Schulträgern gleichzeitig eine formal standardisierte Übersicht zu den Ausstattungsbedarfen bereitgestellt. „Bei der Entwicklung der Anwendung war es uns sehr wichtig, die spezifischen Bedarfe jeder Schule zu wahren, denn bei der Fortschreibung der Medienkonzepte gibt es kein Schema F. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen, denen sich Schulen heute in Bereichen wie Inklusion, Integration und Fachkräftemangel gegenübersehen, bleiben individuelle Konzepte eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Lehr- und Lernprozesse“, erklärt Frau Langfort-Riepe, Leiterin des Euregionalen Zentrums für digitale Bildung. Sie hatte die Idee für die Anwendung und setzte sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Anna Metzger um.

In den Konzept-O-Mat wurde viel fachliche Arbeit investiert, da die Einbindung einer Künstlichen Intelligenz zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zufriedenstellend möglich war. Bevor nun neue große Förderprogramme zur Ausstattung von Schulen mit digitalen Medien starten, können Schulen ihr Medienkonzept mit dem Konzept-O-Mat effektiv und zeitsparend fortschreiben.

Der Konzept-O-Mat steht ab sofort über die folgende Webseite zur Verfügung: www.konzeptomat.de

Lara Langfort-Riepe

Über die Autorin: In der Abizeitung stand bei Berufswunsch: Irgendwas mit Medien für Kinder! Denn schon während ihrer Schulzeit berichtete Lara als rasende Reporterin für junge Menschen. Nach einem wissenschaftlichen Magisterstudium in Greifswald und Münster mit den Schwerpunkten Kindermedien, Medienbildung und Recht sowie einem Fernseh-Volontariat in Köln waren die Kindernachrichtensendung logo! genau wie der Kinderkanal KIKA und die Film- und Fernsehschule in Hamm wichtige Stationen in ihrem beruflichen Leben. So ist es kaum verwunderlich, dass Lara ein großes Faible für die Filmbildung hat. Seit dem Jahr 2016 leitet sie das Euregionale Zentrum für digitale Bildung.

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